Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,

zum elften Mal hebt sich der Vorhang zum Sommerblut Kulturfestival in Köln. Mit seinem alternativen und genreübergreifenden Kulturprogramm verbindet das Festival in unverwechselbarer Weise künstlerische Qualität mit einer differenzierten gesellschaftlichen Botschaft. In seinem Kulturprogramm vereint Sommerblut alle Menschen ungeachtet ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung, auch ungeachtet der Vorlieben für Hoch- oder Breitenkultur. Pop und Zeitgenössisches stehen auf dem Programm. Menschen mit Behinderungen sind als Akteure wie im Publikum präsent. Damit besitzt „Sommerblut“ eine inklusive Philosophie und Ausstrahlungskraft für das Land Nordrhein-Westfalen.

Das vielfältige und integrative Programm schlägt Brücken zwischen Gegensätzen. Das Festival baut Vorurteile ab und bringt die unterschiedlichsten gesellschaftlichen, sozialen und politischen Standpunkte und Identitäten in Bewegung. Das ist gelebte Vielfalt, die hervorragend zu unserem Bundesland passt.

In diesem Sinne danke ich allen Beteiligten sowie den Künstlerinnen und Künstlern für ihr Engagement und wünsche den Besucherinnen und Besuchern eine schöne und abwechslungsreiche Zeit beim Sommerblut Kulturfestival 2012!

Prof. Klaus Schäfer, Staatssekretär im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport



Sehr geehrtes Festivalpublikum,

das Sommerblut Kulturfestival stellt sich auch 2012 mit dem selbstgewählten Themenschwerpunkt „Demenz“ in seine anspruchvolle Tradition, Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, die sich vermeintlichen gesellschaftlichen „Normen“ entziehen und für sie neue Sichtweisen zu eröffnen.

Eine Erkrankung ist eine der größten persönlichen Herausforderungen, die die betroffenen Personen nach und nach außerhalb der üblichen gesellschaftlichen Normen drückt. Es gehört zu den wesentlichen Merkmalen des Menschen zu kommunizieren – über Töne, Gesten und Mimik. Kommunikation ist Interaktion, eröffnet Sozialkontakte, erfüllt sie mit Leben. Wer nicht kommuniziert, steht schnell abseits, wird abseits gestellt, oft ohne Hilfe und Möglichkeiten zu Veränderungen.

Ich finde es toll, dass Sommerblut für diese Menschen neue Kommunikationsformen eröffnen will. Der besondere Ansatz der “Multipolarkultur” erzeugt unverzichtbare wertvolle Verbindungen und Wechselwirkungen verschiedener gesellschaftlicher, sozialer und politischer Akteure und Positionen, ohne die eine Inklusion nicht nachhaltig gelingen kann.

Der kulturellen Reise ins Land der Demenz – mit dem Theaterstück “Anderland” und mit den vielen anderen Aktivitäten für Erkrankte – wünsche ich von ganzem Herzen viel Erfolg. Dies mit Kunst und Kultur als Wegbereiter zu tun, ist ein gutes Beispiel auch für andere Städte unseres Landes.

Ich wünsche allen Veranstaltungen ein begeistertes Publikum, uns allen viele Denkanstöße und last but not least: viel Spaß und Genuss.

Ihre Marlis Bredehorst, Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen


Liebe Festivalbesucherinnen und -besucher,

im elften Jahr des Kulturfestivals Sommerblut freue ich mich sehr, den Vorsitz des Fördervereins des Sommerblut Kulturfestivals zu übernehmen. So kann ich Sommerblut nicht nur wie bisher als Zuschauerin genießen, sondern aktiver Teil dieses wunderbaren, kreativen und alternativen Kulturfestivals sein. Als Kölner Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, zuständig für Sozial- und Familienpolitik und damit auch für das Thema Inklusion, fühle ich mich diesem außergewöhnlichen Festival besonders verbunden.

Mich fasziniert insbesondere der durch alle Beteiligten gelebte Standpunkt von Sommerblut als vielfältigem und inklusivem Kulturfestival, den ich  gemeinsam mit dem Vorstand unterstützen und weiterentwickeln möchte. Denn es liegt im Selbstverständnis von Sommerblut sich immer neuen Diskursen und Themen zu stellen, Tabuisiertes zum Sprechen zu bringen durch vielfältige, im besten Sinne ungewöhnliche künstlerische Formen. Sommerblut ist das Festival der Multipolarkultur, das unterschiedliche gesellschaftliche, soziale und politische Standpunkte und Identitäten miteinander verbindet und zu einem anderen Blick einlädt.

Sommerblut gehört zu Köln und findet hier seinen besonderen Resonanzboden. Gleichzeitig freue ich mich, dass die Strahlkraft des Kulturfestivals weit über die Stadtgrenzen hinausreicht.

Ich wünsche uns, allen Zuschauerinnen und Zuschauern und den Macherinnen und Machern vor, auf und hinter der Bühne, dass wir uns auch in diesem Festivaljahr 2012 wieder ansprechen, verführen, irritieren und bezaubern lassen.

Ihre Andrea Asch (MdL), Sprecherin für Sozialpolitik und kinder- und familienpolitische Sprecherin in der Grünen Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen