Vergessen als Glück? Die Berliner Tanzregisseurin Helena Waldmann erkundet das Vergessen als eine positiv befreiende Fähigkeit des menschlichen Gehirns und wittert ein darin liegendes mögliches Glück. Sie inszeniert ein groteskes und humorvolles Tanzstück, welches den Gegensatz von Zwang und Ausbruch mit den Mitteln des Balletts thematisiert.

Im Verlauf des Stücks wird die Tänzerin Brit Rodemund zu ihrem eigenen Zwilling. Erst Ballerina, dann Suchende. Sie verkörpert den Balanceakt zwischen eigenen Erfahrungen und ihren Abgründen. Sie weiß, dass ein Revolver den Abschied von ihrer Welt ermöglichen kann. Und lacht dabei über das Befreiende, das im Vergessen steckt. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Helena Waldmann und Brit Rodemund statt.

Konzept/Choreografie/Regie Helena Waldmann
Tanz Brit Rodemund
Stückentwicklung/Dramaturgie Dunja Funke
Licht Herbert Cybulska
Kostüm Mari Krautschick
Choreografische Mitarbeit Tim Plegge
Tonschnitt Tito Toblerone
Lichtassistenz Yvonne Standtke
Technische Leitung, Licht auf Tour Carsten Wank
Ton auf Tour Stephan Wöhrmann
Radiofeature Helena Waldmann, Dunja Funke

Dement-Sprechende im Radiofeature Nina De Vries, Sexualassistentin, Berlin; Prof. Dr. Dr. em. Reimer Gronemeyer, Autor, Soziologe, 1. Vorsitzender Aktion Demenz, Universität Gießen; Prof. Dr. med. Frank Heppner, Leiter des Instituts für Neuropathologie an der Charité, Berlin; Uta Stöcking, Sprecherin, Berlin

Uraufführung
4. November 2010, DANCE FESTIVAL 2010, München

revolver besorgen ist eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions in Koproduktion mit DANCE FESTIVAL 2010, Festspiele Ludwigshafen im Theater im Pfalzbau, Forum Freies Theater Düsseldorf, Théâtres de la Ville de Luxembourg, Hellerau – Zentrum der Künste Dresden,o espaço do tempo Montemor-o-Novo

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