Auch im kommenden Jahr wird sich das Sommerblut Kulturfestival wieder einem Schwerpunktthema widmen, dass sich wie ein roter Faden durch das Programm ziehen wird.

Schwerpunktthema 2013 wird das Thema „Flucht“ sein.

Vor Kurzem hat das UNHCR, das Flüchtlingshilfsswerk der Vereinten Nationen, die Flüchtlingszahlen des vergangenen Jahres veröffentlicht: 2011 waren weltweit 42,5 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Naturkatastrophen, wirtschaftlichem Elend oder Verfolgung. Sie machten sich auf zu vermeintlich besseren Gefilden; einige fliehen ohne Ziel, andere haben ein Ziel, das sie niemals erreichen, wieder andere sind an ihrem Ziel unerwünscht. Genauso weitreichende Zäsuren bringen individuelle Fluchten mit sich – etwa die Flucht aus der Familie aufgrund drohender Zwangsverheiratung oder wegen einer nicht akzeptierten sexuellen Orientierung. 

Als Gemeinsamkeit aller Formen der Flucht erscheint uns der Ausgangspunkt einer unerträglichen oder sogar lebensgefährlichen Situation, die Menschen dazu führt, Brücken hinter sich abzubrechen und sich in eine ungewisse, oftmals nicht minder lebensgefährliche Zukunft zu begeben.

Für das Sommerblut-Festival 2013 haben wir nun begonnen, künstlerische Ausdrucksformen zu finden, die erlebbar machen, welche Umstände Menschen in die Flucht treiben und was es bedeutet, auf der Flucht zu sein und seine Heimat zu verlieren. Aber auch der Hoffnung wird Raum und Stimme verliehen, denn im besten Fall kann Flucht auch Befreiung und der Auftakt zu einem neuen, besseren Leben bedeuten.

Wir freuen uns über Ideen, Anregungen und konkrete Programm-Vorschläge zum Thema „Flucht“ und bitten um Zusendung bis zum 30. September 2012 an hiltrud.cordes@sommerblut.de.

Fotonachweis: windkind. / photocase.com